Rückblick Einsteigerkurs Frühling 2018

Am ersten Mittwochabend des Aprils ging der erste YSZ-Einführungskurs 2018 zu Ende: hartumkämpfte Spiele um die heissbegehrten Osterhasentrophäen mit zum Teil überraschenden Ergebnissen waren zu sehen, perfekt ausgeführte Topspins wechselten sich mit unkonventionellen (aber nicht weniger erfolgreichen) Chop-Blocks und aus der Not geborenen Ballonbällen ab. Hier ein Wehklagen wegen eines Netzballes, dort ein triumphierender Schrei, vor allem aber war da die Begeisterung zu spüren, dass man in nur 6 Wochen so viel dazugelernt hatte. Moment, war das Ende, nun mal alles der Reihe nach.

 

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Rekordverdächtige 14 Kinder hatten sich für den Einführungskurs angemeldet, von «ich seh' die Tischfläche nicht richtig, die ist zu weit oben» bis zu «was mach ich mit meinen langen Armen beim Topspin?» fand sich im Alter von 7 bis 14 Jahren eine bunte Truppe in der Turnhalle Riesbach ein, die alle etwas gemeinsam hatten, nämlich die Begeisterung für’s Ping-Pong, aus dem nun Tischtennis werden sollte. Unter der Anleitung von Jörg Funk und Yannik Hass lernten die Kinder erst einmal die Basics wie Fussstellung, Schlägerhaltung, Körperrotation und Schlagtechnik. Das WARUM kam auch nicht zu kurz. Wieso abgewinkelt stehen, warum das rechte Bein vorsetzen bei einem kurzen Schupfball? Ahhh, sieh an, der Arm wird länger!

 

Diese Tricks wurden dann auch gleich eifrig in die Praxis umgesetzt. Es gab recht grosse Unterschiede in der Spielstärke der Teilnehmen, aber es war erstaunlich, wie schnell alle Kinder ihre Schläge und die Sicherheit verbesserten und die Bälle im neu erlernten Konterschlag publikumswirksam regelmässig hin und her tanzen liessen. Die Tatsache, dass viele Eltern dem ersten Trainings beiwohnten, war der Motivation sicherlich zuträglich.


In jedem Training wurden ein bis zwei neue Schläge und Elemente erlernt, erst Vorhand Konter, dann Rückhand Konter, dann beides abwechselnd. Huch, nun kamen auch noch die Beine dazu, denn der Ball wurde in die Tischmitte platziert! Und wie war das noch gleich, wohin soll der nächste Ball?? Für die meisten Kinder wird sich die Erfahrung wohl später wiederholen, wenn sie zum ersten Mal selber hinter dem Steuer eines Autos sitzen: am Anfang ziemlich überfordert wegen zu vieler Freiheitsgrade, dann kommt die Übung und am Ende ist es «drin». In den nächsten Trainings wurde dann der Schnitt geübt, Unterschnitt im Service und beim Schupfen und am Ende die Königsdisziplin, der Topspin. Bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute schafft der Ball bei einem Topspin, da kommt ein Rafael Nadal nicht mal annähernd ran. Die Kinder hauten sich jedenfalls mit wachsender Begeisterung und Tempo die Bälle um die Ohren. Das letzte Training war dann die Reifeprüfung, das Abschlussturnier! Womit wir beim Anfang des Textes angelangt wären.

 

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Fazit: es war nicht nur für die Kinder ein Gaudi, auch die Trainer hatten riesig Spass daran, dass die Kinder so begeistert mitgemacht. Einige Eltern werden es wohl bitter bereuen, wenn Ihnen nun plötzlich die eigenen Kinder die Bälle unhaltbar um die Ohren pfeffern, aber vielleicht bringt das unserem Club ja auch noch ein paar zusätzliche erwachsene Trainingsbegeisterte...

 

Text: Jörg Funk (Leiter Einsteigerkurs)